Die unbekannten Himmel

Ein Projekt, in dem es um metaphysische Ideen, sphärische Klänge und nicht weniger als die existentielle Frage geht: Was kommt nach dem Leben? Im Zentrum steht das 1997 entstandene Streichquintett „Les Cieux Inconnus“ – „Die unbekannten Himmel“ des finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara. Dieses Werk ist eine groß angelegte Fortspinnung seines Chorstücks „La Mort des pauvres“ – „Der Tod der Armen“ , welches das gleichnamige Gedicht von Charles Baudelaire vertont. Die Klangwelt und Thematik dieses Werks und insbesondere die letzten Zeilen dieses Gedichtes dienen uns als Ausgangspunkt für eine Reise durch die mehrstimmige Vokalmusik von der Renaissance bis heute. Der „himmlische“ Bezug und die Entrückung der Seele führte uns hierbei vorwiegend in eine spirituelle Richtung – so erklingt neben den Vokalwerken auch der vierte Satz der „Himmelfahrt“ von Olivier Messiaen.
„Es ist der Tod, der tröstet, ach, und Leben schenkt;
…
Er ist der Ruhm der Götter, er ist der mystische Kornspeicher,
Er ist die Geldbörse des Armen und seine alte Heimat
Er ist der offene Torbogen zu unbekannten Himmeln!“
(Charles Baudelaire)
A. Schnittke (1934-1998): Bußpsalm Nr. 2
S. Rachmaninov (1873-1943): Nyne otpushchayeshi, Nr. 5 aus Op. 37
F. Poulenc (1899-1963): O magnum mysterium
W. Byrd (1543-1623): Audivi vocem de caelo
KNOWER: More than just another try
J. Gallus (1550-1591): Mirabile mysterium
J. Brahms (1833-1897): Dem dunklen Schoß der heilgen Erde, WoO 20
Take 6: A Quiet Place
E. Rautavaara (1928-2016): Streichquintett „Les Cieux Inconnus“
I. Achtel = c. 100
II. Viertel = c. 52
III. Viertel = c. 88
IV. Achtel = c. 100
O. Messiaen (1908-1992): Prière du Christ montant vers son Père, Nr. 4 aus
L’Ascension


