Ewige Erinnerung

Der Musik Osteuropas gewidmet, feiert dieses Programm die kulturellen Ursprünge und Traditionen verschiedener Regionen. Mit der ungewöhnlichen Besetzung von zwei Celli ist das 2. Streichquartett von Anton Arensky mit geistlichen Motiven aus der orthodoxen Messe durchdrungen und steht so in gewisser Weise dem 2. Streichquartett von Sergei Prokofiev gegenüber, bei welchem die Einflüsse osteuropäischer, weltlicher Volksmusik stark sind. Die Arrangements bulgarischer Volksmusik des berühmten Frauenchors „Le Mystère des Voix Bulgares“, sowie der letzte Bußpsalm Alfred Schnittkes bilden bei dieser Gegenüberstellung geistlicher und weltlicher Musik die äußeren Erweiterungen. Wir leben natürlich in einer besonders turbulenten Zeit in Europa, aber wir hoffen, dass die Menschen trotz der Gräueltaten weiterhin ihre kulturelle Einzigartigkeit und auch ihre Gemeinsamkeiten feiern können. Die Worte „Ewige Erinnerung“ aus der von Arensky verwendeten Totenmesse erschienen uns daher in vielerlei Hinsicht passend als Titel.
„Lass mich dir ein weißes Gewand kaufen,
für den Sommer, Tsveta, für das Fest.
Lass mich dir ein schönes Armband kaufen,
damit du es tragen kannst und ich dich beobachten kann.“
(Bulgarisches Volkslied)
Bulgarisches Volkslieder:
Kaval Sviri
Tche da ti
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Polegnala E Todora
Pilentze Pee
A. Arensky (1861-1906): Streichquartett Nr. 2 in a-Moll, Op. 35
I. Moderato
II. Thema. Moderato (mit Variationen)
III. Finale. Andante sostenuto – Allegro moderato
S. Prokofiev (1891-1953): Streichquartett Nr. 2 in F-Dur über Kabardinische Themen, Op. 92
I. Allegro sostenuto
II. Adagio
III. Allegro
A. Schnittke (1934-1998): Bußpsalm Nr. 12

